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Da es Microsoft nicht gelang, Freelancer 2 zu entwickeln, entschieden sich die Fans, eine eigene Fortsetzung zu erstellen. Es dauerte 15 Jahre

Microsoft failed to make Freelancer 2, so fans decided to create their own sequel. It took them 15 years, image source: Microsoft.

Das 2003 veröffentlichte Spiel Freelancer erhielt nie eine Fortsetzung. Nicht, weil die Entwickler keine Pläne dafür hatten – die Leute vom inzwischen aufgelösten Digital Anvil-Studio arbeiteten tatsächlich an einer Fortsetzung (ein kurzes Video-Leak aus dem Projekt sieht immer noch verdammt beeindruckend aus) –, aber das Projekt wurde letztendlich abgebrochen. Die Fans konnten sich damit nie abfinden und eine Gruppe von ihnen beschloss, etwas dagegen zu unternehmen. Sie haben fünfzehn lange Jahre damit verbracht, ihren eigenen, inoffiziellen zweiten Teil in Form der Mod namens Freelancer: The Nomad Legacy zu erstellen. Jetzt wurde die Vollversion endlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der Mod basiert auf einer interessanten Idee. Die Entwickler beschlossen, die ursprünglichen Pläne der Freelancer-Entwickler umzusetzen. Das Spiel war ursprünglich als viel ehrgeizigeres Projekt konzipiert und stellte eine starke Weiterentwicklung der Konzepte der Privateer-Reihe dar. Allerdings wurde der Herausgeber – Microsoft – mit der langen Entwicklung unzufrieden und erzwang erhebliche Kürzungen des Projekts. Freelancer: The Nomad Legacy wurde so konzipiert, als wäre es eine offizielle Fortsetzung, in der die Entwickler ihre ursprünglichen Ambitionen erfüllen und gleichzeitig viele Elemente des Spiels verbessern konnten.

  • Laden Sie Freelancer: The Nomad Legacy herunter
  • Das Ergebnis ist ein Mod von beeindruckender Größe. Freelancer: The Nomad Legacy bietet eine große Anzahl neuer Planetensysteme sowie eine originelle Story-Kampagne. Wichtig ist, dass die Missionen sehr abwechslungsreich sind und wir neben den typischen Kampfaufgaben gegen Schiffe, die unserem eigenen ähneln, auch an Gefechten mit riesigen Kreuzern teilnehmen oder Stealth-Ansätze anwenden müssen.

    Auch die visuelle Darstellung haben die Modder gründlich überarbeitet und deutlich hochwertigere Texturen und Modelle sowie viele neue grafische Elemente eingeführt. Darüber hinaus wurde auch das Fortschrittssystem deutlich erweitert, wodurch Schiffs-Upgrades deutlich wichtiger werden als zuvor. Viele Teile des herausgeschnittenen Inhalts wurden ebenfalls wiederhergestellt und Orte aus dem Basisspiel wurden mit zusätzlichen Raumstationen bereichert (einschließlich Megabases, die in Größe und Komplexität alles, was das Basisspiel zu bieten hatte, völlig in den Schatten stellen).

    Laut den Machern der Mod ist der Sprung von der Basisversion des Spiels zu The Nomad Legacy vergleichbar mit dem Sprung zwischen GTA 3 und GTA 4. Diese Behauptung ist etwas übertrieben – aber nur geringfügig –, denn die Mod macht wirklich einen großen Eindruck. Und da es keinen Hinweis darauf gibt, dass Microsoft jemals die Absicht hat, Freelancer 2 zu entwickeln, kommt diese Modifikation einer Fortsetzung am nächsten, auf die Spieler hoffen können.

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